Historische Speisekarte von Till The Cows Come Home Berlin

🍽️ Kurz erklärt: Diese Seite rekonstruiert eine historische Speise- und Getränkekarte von Till The Cows Come Home in Berlin. Die Namen der Gerichte, Zutaten und Preise stammen aus einer erhaltenen Originalkarte des Restaurants. Sie werden hier als zeitgeschichtliches Dokument wiedergegeben – nicht als heutiges gastronomisches Angebot.

🐄 Die historische Speisekarte von Till The Cows Come Home

Till The Cows Come Home verstand sich selbst als „Vegetarian Slow Food“. Die erhaltene Speisekarte zeigt sehr konkret, was damit gemeint war.

Statt klassischer Fleischgerichte bestimmten Gemüse, Brot, Pilze, Avocado, Hülsenfrüchte, Kräuter, Käse, Eier, Nüsse, Früchte und ayurvedisch inspirierte Zutaten das Angebot.

Viele Gerichte trugen ungewöhnliche Namen wie Wahe Guru, Holy Cow, Akasha, Gentle Thoughts oder Max Mon Amour. Gerade diese Mischung aus spielerischer Sprache und ernsthaftem Produktanspruch gehörte zum Charakter von TTCCH.

📜 Historische Quelle: Die folgende Rekonstruktion basiert auf einer erhaltenen Originalkarte von Till The Cows Come Home. Schreibweisen und Produktnamen werden weitgehend so wiedergegeben, wie sie in der damaligen Karte erscheinen.

🥣 Frühstücke wie ein König

Wahe Guru – 6,50 €

Dinkel-Porridge mit karamellisierten Kardamom-Äpfeln, Ingwer und gerösteten Cashews. Das Gericht war als vegan gekennzeichnet.

Holy Cow – 6,50 €

Sironi-Landbrot mit Avocado und pochiertem „glücklichem Ei“, frischem Koriander und Zitrone.

Greet The Circus With A Smile – 4,50 €

Sironi-Landbrot mit Zitronenbutter sowie Himbeer-Erdbeer-Zitronenmelisse-Marmelade.

Sattvischer Frühstückssalat – 5,50 €

Saisonale Biofrüchte mit gerösteten Cashews und Kokosflocken. Die Grundversion war vegan.

Mit griechischem Schafsjoghurt kostete der Frühstückssalat 7,50 €.

🥣 Auffällig: Schon beim Frühstück verband TTCCH klassische Café-Ideen mit ayurvedisch inspirierten Zutaten, veganen Komponenten und Produkten wie Sironi-Landbrot, Kardamom, Ingwer und Cashews.

🥗 Oh My Gosh Salate

Monday Muses – 9,50 €

Burrata mit Ochsenherztomaten, Koriander, Kardamom-Zitrone und Olivenöl.

Akasha – 8,50 €

Rohe Zucchini-Pasta mit sonnengetrockneten Tomaten und Cashewpesto. Das Gericht war als vegan gekennzeichnet.

Warm Leatherette – 8,50 €

Babyspinat mit gebratenen Shiitake- und Austernpilzen sowie frischem Basilikum. Ebenfalls vegan.

Art Groupie – 9,50 €

Rote-Bete-Carpaccio mit Ziegenkäse, Granatapfel und gerösteten Walnüssen.

Om – 9,50 €

Avocado-Mango-Salat mit Rucola und gegrillten Rosen- und Zitronenseitlingen.

🥬 Was die Karte zeigt: Gemüse wurde bei TTCCH nicht als Beilage behandelt. Zucchini, Rote Bete, Avocado, Pilze und Tomaten bildeten selbst die Grundlage eigenständiger Gerichte.

🍽️ House Favorites

Heaven On A Bread – 7,50 €

Auberginen- und Tomaten-Ratatouille mit pochiertem Ei und Tahini-Topping auf gegrilltem Sironi-Landbrot.

Gentle Thoughts – 9,50 €

Zitronenrisotto mit Kräuterseitlingen, frischen Feigen, gerösteten Pinienkernen, Parmesan und Thymian.

It’s Gettin‘ Hot In Her – 6,50 €

Fenchel-Zucchini-Suppe mit getrockneten Tomaten und Pippali-Pfeffer. Das Gericht war als vegan ausgewiesen.

🍋 Typisch TTCCH: Viele Gerichte arbeiteten mit deutlichen Kontrasten – etwa Säure, Pilzen, Kräutern, Nüssen, Tahini, Früchten oder Gewürzen. Fleischersatzprodukte spielten auf dieser Karte praktisch keine erkennbare Rolle.

🍰 Nothing Compares To Baked Goods & Sweets

Big Smile – 4,80 €

Raw Käsekuchen mit Himbeeren, Cashews, Datteln und Bourbon-Vanille. Das Dessert war vegan.

Cake Of The Week – 4,00 €

Wöchentlich wechselnder Kuchen.

Vegan Raw Cookies – 2,00 €

Vegane rohe Cookies.

🥪 Amazing Sandwiches

Die Sandwiches wurden auf Sironi-Landbrot angeboten und kosteten jeweils 4,50 €.

Sandwich 01

Weißer Mairrettich mit Olivenöl und frischem Koriander. Vegan.

Sandwich 02

Avocado, gebratene Austern- und Shiitake-Pilze, Shiso-Kresse und weißes Miso. Vegan.

Sandwich 03

Rote Bete, Ziegenkäse und süßer Senf.

Sandwich 04

Burrata mit Tomate, Korianderpesto und frischen Korianderblättern.

Sandwich 05

Crema di Carciofi – Artischockencreme – mit Zitronenbutter.

Sandwich 06

Via-Mala-Höhlengereifter Bergkäse mit Birne und Walnüssen.

🥪 Ein interessantes Detail: Die Sandwiches zeigen besonders gut den damaligen Stil: Brot als Basis, darauf wenige, klar erkennbare Zutaten mit starken Kombinationen aus cremig, säuerlich, würzig, süß und herzhaft.

🥤 Roh und saftig: Smoothies

Die klassischen Smoothies wurden in einer Größe von etwa 0,3 Litern angeboten und kosteten 4,50 €.

Max Mon Amour

Banane, Zitrone, Kokoschips, Vanille, Cashews, Kardamom und Ingwer.

Voluptuous

Mango, Kokoschips, Cashews, Vanille und Ashwagandha.

Lust For Life

Ananas, Feige, Cashews, Kokoschips, Vanille und Zitrone.

Blueberry Fields For Ever

Blaubeeren, Datteln, Brahmi, Cashews, Kokoschips und Vanille.

Anti Burnout

Weiße Zucchini, Cashews, Kokoschips, Basilikum und Guduchi.

Hokaido Pumpkin

Kürbis, Banane, Datteln, Cashews, Kokoschips und Zimt.

Als Basis konnte zwischen frischer Demeter-Brodowin-Kuhmilch und Mandelmilch gewählt werden. Dafür wurden zusätzlich 0,50 € berechnet.

🌿 Raw Green Smoothies

Die grünen Smoothies kosteten jeweils 5,00 €.

Detox #1

Fenchel, Avocado, Spinat, Koriander, Datteln, Cashews und Kokoschips.

Detox #2

Avocado, Banane, Ananas, Spinat, Datteln, Cashews, Kokoschips und Vanille.

🗂️ Historische Einordnung: Begriffe wie „Detox“, „Anti Burnout“ oder ähnliche gesundheitlich klingende Produktnamen werden hier ausschließlich als Bestandteil der damaligen Speisekarte dokumentiert. Sie stellen keine heutige gesundheitliche Empfehlung oder Wirkungsbehauptung dar.

🧃 Frisch gepresste Säfte

Die frisch gepressten Säfte wurden in einer Größe von etwa 0,3 Litern für 4,00 € angeboten.

Deep Detox

Ananas, Apfel und Ingwer.

Green Cleanest

Gurke, Spinat, Apfel und Minze.

Rabbit Reboot

Möhre, Apfel und Ingwer.

Another One Bites The Dust

Rote Bete, Orange und Ingwer.

Along Comes Mary

Tomate, Pippali-Pfeffer und Maldon-Salz.

⚡ Free Radical Shots

Die kleinen 2-cl-Shots kosteten 2,00 €.

Zur Auswahl standen:

  • Ingwer
  • Zitrone
  • Minze

🍵 Warme Getränke

Matcha

Japanischer Matcha Uji Tee von Mariage Frères Paris.

  • Shot: 2,50 €
  • Au lait: 3,20 €

Tee-Kännchen – 4,50 €

Auf der Karte standen mehrere ungewöhnliche Tees:

  • Gui Fei Oolong Tea von Afteroom
  • Dong Ding Oolong Tea von Afteroom
  • Oolong Brick von Afteroom
  • Sikkim Temi Tee
  • Griechischer Bergtee von 100 PCT / Nikos Maroulakos
  • Yogi Tea Classic Chai Cinnamon Spice

☕ Café – French Press

  • Café: 2,50 €
  • Cappuccino: 3,20 €
  • Café au lait: 3,20 €
  • Ayurvedischer Café: 3,50 €
  • Getreidecafé: 3,00 €
  • Getreidemilchcafé: 3,20 €

Der ayurvedische Kaffee wurde mit Nelken, Kardamom, Zimt, Anis und Pippali angeboten.

✨ Ayurvedic Treasures – 4,00 €

Golden Milk

Milch mit Kurkuma, Mandelöl und Honig.

Devine Healer | Takra

Ayurvedische Buttermilch.

Hot Chocolate

Heiße Schokolade in Raw-Qualität mit Zimt, Kardamom, Pippali-Pfeffer und Maldon-Salz.

🌿 Heiße Kräuter – 3,50 €

  • Frischer Ingwer
  • Frische Minze

🧊 Kalte Getränke

Till The Cows Come Home Café Frappé – 3,80 €

Der hauseigene Café Frappé wurde in einer Größe von etwa 0,3 Litern angeboten.

Hausgemachte Ingwer-Minze-Honig-Limonade – 4,00 €

Auf der Karte ausdrücklich als „spicy“ beschrieben.

Rhabarbersaft-Schorle – 3,00 €

L’Eau Sans Souci

Mineralwasser aus Brandenburg.

  • 0,25 Liter still: 3,00 €
  • 0,75 Liter still: 5,50 €

🚜 Vom Bauernhof in die Küche

Ein besonders interessanter Abschnitt der historischen Karte nennt ausdrücklich die damaligen lokalen Partner von Till The Cows Come Home.

Aufgeführt werden:

  • Sironi Brot
  • 100 PCT
  • Käserei Paolella
  • Brodowin Ökodorf Demeter
  • Biokräuter Oberhavel
  • Bioedelpilze Altmark
  • Cosmoveda

🚜 Warum diese Liste so wichtig ist: Sie macht den damaligen Slow-Food-Anspruch konkret. TTCCH sprach nicht nur abstrakt über Regionalität und Qualität, sondern nannte auf der eigenen Karte Produzenten und Lieferanten.

🤍 Till The Cows Come Home Supper Club

Neben dem normalen Restaurantbetrieb wurde auf der Karte auch ein eigener Supper Club beworben.

White Dinner

Das „White Dinner“ bestand aus einem 4-Gänge-Menü für 39 € pro Person. Getränke waren nicht enthalten.

Das Angebot war auf Anfrage buchbar.

🤍 Eine weitere Facette von TTCCH: Das historische Restaurant war offenbar nicht nur Café und vegetarische Küche, sondern experimentierte auch mit Veranstaltungen und besonderen Dinner-Formaten.

🎉 Catering und Eventvermietung

Die Karte nennt außerdem ausdrücklich Catering & Eventvermietung auf Anfrage.

Damit war Till The Cows Come Home offenbar breiter aufgestellt als ein klassischer kleiner Restaurantbetrieb.

🌿 „Revamp Your Taste!“

Am unteren Rand der historischen Karte findet sich ein kurzer Satz, der die damalige kulinarische Haltung besonders gut zusammenfasst:

„Von ayurvedisch bis koscher, von makrobiotisch bis mediterran. Bio und mit Liebe hausgemacht.“

Diese Formulierung zeigt, wie weit TTCCH seine kulinarischen Einflüsse verstand. Die Küche war vegetarisch, aber nicht auf eine einzelne kulinarische Tradition festgelegt.

📍 Adresse und damalige Kontaktdaten

Auf der Originalkarte ist folgender Standort angegeben:

Container
Schönhauser Allee 9
10119 Berlin

Als Kontaktadresse wurde hello@ttcch.de genannt.

Die Karte nennt außerdem Öffnungszeiten von Montag bis Sonntag, 10:00 bis 17:00 Uhr.

🕰️ Wichtig: Adresse, Öffnungszeiten, Preise und Kontaktdaten auf dieser Seite sind historische Angaben aus der damaligen Speisekarte. Till The Cows Come Home wird heute nicht an diesem Standort als Restaurant betrieben.

📚 Warum wir diese Speisekarte bewahren

Eine historische Speisekarte erzählt mehr als nur, was ein Gericht einmal gekostet hat.

Sie zeigt, welche Zutaten wichtig waren, wie ein Restaurant über Lebensmittel sprach, welche Produzenten genannt wurden und welche kulinarischen Ideen zu einer bestimmten Zeit modern oder ungewöhnlich waren.

Bei Till The Cows Come Home lässt sich besonders gut erkennen, wie früh viele Elemente auftauchten, die heute in der vegetarischen Gastronomie selbstverständlich wirken: Gemüse als Mittelpunkt, Raw Food, pflanzliche Milch, Cashews, Miso, regionale Produkte, saisonale Zutaten, fermentierte oder ayurvedisch inspirierte Komponenten und der direkte Hinweis auf Produzenten.

📜 Archiv statt Neuerfindung: Diese Seite versucht nicht, die damalige Speisekarte modern umzuschreiben. Sie bewahrt sie als historischen Teil von Till The Cows Come Home und ordnet sie dort ein, wo zusätzlicher Kontext sinnvoll ist.

🐄 Von der historischen Karte zur heutigen TTCCH-Seite

Die wiederentdeckte Speisekarte ist für die heutige TTCCH-Website besonders wertvoll, weil sie viele Themen belegt, über die wir heute wieder schreiben: vegetarische Küche, Slow Food, saisonale Lebensmittel, regionale Produzenten, pflanzenbetonte Gerichte und bewusster Genuss.

Damit entsteht eine direkte Verbindung zwischen der Geschichte des Berliner Restaurants und den heutigen redaktionellen Inhalten.

Einige der damaligen Gerichte werden wir künftig noch genauer vorstellen. Dabei bleibt immer klar erkennbar, welche Angaben aus der historischen Karte stammen und welche Gedanken eine heutige kulinarische Interpretation darstellen.