Heaven On A Bread: Geröstetes Brot mit Auberginen-Tomaten-Ratatouille und Tahini

Geröstetes Brot, geschmorte Aubergine, Tomate und Tahini: Heaven On A Bread war auf der historischen TTCCH-Speisekarte ein Gericht, das aus wenigen Zutaten ein vollständiges Essen machte. In der damaligen Version kam zusätzlich ein pochiertes Ei dazu. Unsere Neuinterpretation hält an dieser Idee fest, baut das Ratatouille aber so auf, dass die Aubergine wirklich Röstaromen bekommt und nicht nur weich in Tomatensauce liegt.

Das Gericht funktioniert als spätes Frühstück, Mittagessen oder unkompliziertes Abendbrot. Wer es vegan möchte, lässt das Ei einfach weg und ergänzt zum Beispiel geröstete Kichererbsen oder etwas mehr Tahini.

Warum Aubergine zuerst kräftig gebraten werden sollte

Aubergine nimmt Flüssigkeit und Fett sehr schnell auf. Wird sie direkt mit Tomaten geschmort, wird sie zwar weich, entwickelt aber wenig Eigengeschmack. In einer heißen Pfanne gebräunte Würfel bekommen dagegen karamellisierte Kanten. Erst danach kommen Zwiebel, Tomate und Gewürze dazu. Das macht aus einer weichen Gemüsemasse ein deutlich aromatischeres Ratatouille.

Auf einen Blick: vegetarisch · etwa 40 Minuten · 4 große Brote · TTCCH-Klassiker · mit einfacher veganer Variante

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 große Aubergine
  • 400 g reife Tomaten oder 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 4 große Scheiben kräftiges Land- oder Sauerteigbrot
  • 3 EL Tahini
  • 1 1/2 EL Zitronensaft
  • 3 bis 4 EL Wasser
  • 4 Eier, optional
  • frische Petersilie oder Koriander

Zubereitung

  1. Aubergine vorbereiten: Aubergine in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. Eine große Pfanne kräftig erhitzen.
  2. Aubergine braten: Zwei Esslöffel Olivenöl zugeben und die Auberginenwürfel möglichst in einer Lage verteilen. Mehrere Minuten braten, bis sie an verschiedenen Seiten deutlich gebräunt sind. Erst dann leicht salzen und herausnehmen.
  3. Ratatouille aufbauen: Restliches Öl in die Pfanne geben. Zwiebel fein würfeln und glasig braten. Knoblauch, Thymian und Paprika kurz ergänzen. Tomaten zugeben und etwa 8 Minuten einkochen.
  4. Aubergine zurückgeben: Gebräunte Würfel in die Tomatensauce geben und weitere 5 bis 8 Minuten sanft köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Tahini-Sauce rühren: Tahini mit Zitronensaft und einer Prise Salz verrühren. Kaltes Wasser esslöffelweise zugeben, bis die Sauce glatt und gießfähig ist.
  6. Brot rösten: Brotscheiben kräftig toasten oder mit wenig Olivenöl in einer Pfanne rösten.
  7. Optional Eier pochieren: Eier in knapp siedendem Wasser pochieren, bis das Eiweiß fest und das Eigelb noch weich ist.
  8. Anrichten: Ratatouille großzügig auf dem Brot verteilen. Tahini darüberziehen, optional Ei daraufsetzen und mit Kräutern abschließen.

Wie verhindert man, dass das Brot durchweicht?

Das Brot sollte kräftig geröstet sein und das Ratatouille nicht zu flüssig. Die Tomatensauce deshalb offen einkochen, bis sie die Aubergine umhüllt. Wer das Gericht für mehrere Personen vorbereitet, Brot und Ratatouille getrennt servieren und erst direkt am Tisch zusammensetzen.

Pochiertes Ei: historisch passend, aber nicht zwingend

Auf der alten TTCCH-Karte gehörte ein pochiertes Ei zum Gericht. Das flüssige Eigelb verbindet sich mit Tahini und Tomate und macht die Version besonders reichhaltig. Ohne Ei bleibt das Brot leichter und wird vegan. Zusätzliche Kichererbsen oder weiße Bohnen passen dann gut, wenn es sättigender sein soll.

Welche Tomaten funktionieren?

Im Spätsommer sind frische, aromatische Tomaten die beste Wahl. Außerhalb ihrer Saison sind gute Dosentomaten oft sinnvoller als wässrige Frischware. Wichtig ist, die Flüssigkeit ausreichend zu reduzieren. Ein Teelöffel Tomatenmark kann bei Bedarf die Sauce kräftiger machen.

Was lässt sich vorbereiten?

Das Ratatouille hält sich drei Tage im Kühlschrank und schmeckt auch am nächsten Tag sehr gut. Tahini-Sauce kann ebenfalls vorbereitet werden und wird bei Bedarf mit etwas Wasser wieder glatt gerührt. Brot und pochierte Eier sollten frisch zubereitet werden.

Ein historisches TTCCH-Gericht mit zeitgemäßer Logik

Heaven On A Bread zeigt, dass ein belegtes Brot kulinarisch vollständig sein kann, wenn Textur, Säure und Würze stimmen. Auf der historischen TTCCH-Speisekarte findest du die ursprüngliche Beschreibung und weitere Gerichte aus dieser Zeit.

Mehr vegetarische Hauptgerichte gibt es in unserer vegetarischen Küche und auf der zentralen Rezeptseite.